Folge 4: Genussmacher in der Molkerei
Shownotes
Du verwandelst frische Milch in bayerische Schmankerl, überwachst Hightech-Anlagen und sorgst dafür, dass alles hygienisch einwandfrei und richtig lecker wird. Ob Butter, Quark oder feine Joghurts – ohne dich gäb's nur nackte Milch! Also, wenn du Lust auf moderne Technik und Lebensmittelhandwerk hast, dann bist du hier genau richtig!
Das Gespräch führt Heike Zeller.
Unsere Gäste: Sara Tafertshofer, Leonie Franke
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Weitere Infos und Links: https://www.stmelf.bayern.de/bildung/agrarbereich/milchtechnologe-milchtechnologin/index.html https://www.lfl.bayern.de/berufsbildung/030153/index.php
Musik-Track: Good Luck Musik von www.fiftysounds.com/de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich mir vorstelle, ich mache einen Joghurt
00:00:01: und das ist vielleicht der Lieblingsjoghurt von irgendeinem Kind
00:00:03: und das Kind freut sich jeden Tag, den Joghurt zu essen,
00:00:06: das ist einfach ein schönes Gefühl und das macht einen auch stolz.
00:00:09: Ich achte auch im Supermarkt darauf: Das sind meine Produkte.
00:00:11: Die habe ich oder meine Kollegen gemacht.
00:00:13: Ich finde das total toll und es schmeckt ja super.
00:00:15: Es gibt ja so viele unterschiedliche Produkte: Joghurt, Käse, Pulver…
00:00:19: Man kann so viele Stoffe aus der Milch herausholen und weiterverarbeiten.
00:00:22: Mein Kollege hat gesagt, dass wir Milchveredler sind.
00:00:25: Intro: Land.Schafft.Bayern – Der Podcast mit Menschen, die Bayern bewegen.
00:00:34: Herzlich willkommen zu unserem Podcast
00:00:36: aus dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus,
00:00:42: heute wieder mit einem coolen Grünen Beruf, diesmal im weißen Kittel.
00:00:48: Ganz wichtig für mich, ehrlich gesagt, für den täglichen Genuss
00:00:51: und letztendlich auch wichtig für die Landwirtschaft in Bayern und auch sehr prägend für das Bild, das wir von Bayern haben.
00:00:58: Die Produkte, die daraus entstehen, sind ganz wichtig für das Image.
00:01:03: Was das ist, sehen wir gleich. Ich bin Heike Zeller.
00:01:06: Ich habe zwei tolle Gäste heute bei mir hier, auf die ich mich jetzt freue.
00:01:10: Sie nehmen uns mit an ihren Ausbildungsplatz.
00:01:14: Sie haben auch zwei Gegenstände mitgebracht, die wir uns nachher auch noch genauer anschauen wollen.
00:01:19: Und hier auch wie immer der Hinweis: Es gibt uns auch auf YouTube zu sehen.
00:01:23: Also ihr könnt uns anhören auf Spotify oder auf YouTube anschauen,
00:01:26: dann habt ihr vielleicht noch mehr davon.
00:01:28: Jetzt komme ich zu euch.
00:01:30: Wer bist du, was machst du und was hast du uns hier mitgebracht?
00:01:32: Ich bin die Sara Tafertshofer…. Ich bin 20 Jahre alt
00:01:35: und im Moment im dritten Ausbildungsjahr als Milchtechnologin bei der Andechser Molkerei Scheitz.
00:01:40: Ich habe einen Rohrschlüssel dabei, weil der uns im Alltag begleitet.
00:01:45: Rohrschlüssel braucht man wirklich immer, schon alleine für die Kühlung der Joghurtprodukte,
00:01:51: weil wir immer Rohre von den Tanks umbauen müssen. Dafür brauchen wir das immer.
00:01:56: Also, es sieht aus wie ein Werkzeugschlüssel, relativ groß. Es ist oben noch ein Scharnier dran.
00:02:02: Genau, es gibt auch noch größere, aber das sind die, die wirklich jeder von uns hat und…
00:02:07: …dich täglich begleiten. - Genau.
00:02:08: Super. Wer bist du, was machst du und was hast du uns mitgebracht?
00:02:11: Ich bin die Franke Leonie. Ich bin bei der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld,
00:02:16: bin auch im dritten Ausbildungsjahr, und ich habe einen Probenkolben mitgebracht.
00:02:21: Bei uns ist das Wichtigste, dass wir Proben nehmen und untersuchen, um zu wissen,
00:02:27: ob Fett- und Eiweißgehälter passen. Und das ist bei uns nicht mehr wegzudenken.
00:02:33: Wir sehen hier ein Plastikgefäß mit einem Deckel drauf und einem Millimetermaß.
00:02:39: Damit könnt ihr die Proben ziehen und tragt sie dann ins Labor?
00:02:41: Genau, oder wir untersuchen sie selbst.
00:02:44: Super. Wie kamt ihr denn zu eurem Beruf?
00:02:47: Wir haben uns im Vorgespräch schon ein bisschen unterhalten.
00:02:50: Magst du anfangen, Sara, wie kamst du dazu?
00:02:52: Gerne. Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen.
00:02:56: Ich wollte in die Immobilien- oder Versicherungsbranche gehen,
00:03:00: weil ich das von meinem Vater her kenne, der auch bei einer Versicherung tätig ist.
00:03:03: Da habe ich das Büroleben mitbekommen und fand das auch immer interessant.
00:03:10: Aber dann kamen Leute aus der Molkerei in unsere Schule, die den Beruf vorgestellt haben.
00:03:17: Davor hatte ich noch nie davon gehört. Das war total interessant,
00:03:21: weil ich vorher nie darüber nachgedacht hatte, wie Milchprodukte überhaupt hergestellt werden
00:03:25: oder es generell in einer Molkerei ausschaut und das gemacht wird.
00:03:29: Da habe ich mich zuhause direkt hingesetzt, meine Bewerbung geschrieben
00:03:32: und habe dann einen Praktikumstag gemacht.
00:03:36: Ich fand das total interessant, weil es eben auch diese Büroarbeit ist.
00:03:41: Man sitzt am Computer, macht die Prozessüberwachung.
00:03:46: Es ist also ein bisschen wie im Büro, nur dass du eben auch viel handwerklich machen musst.
00:03:54: Man hockt nicht nur rum, oder?
00:03:55: Genau. Und das ist wirklich ein Punkt, den ich an dem Beruf sehr schätze und liebe,
00:04:00: weil man auch seine täglichen Schritte in der Arbeit macht.
00:04:03: Wie viele machst du denn da ungefähr?
00:04:04: Ich habe schon mal nachgeschaut, und es sind manchmal schon die vollen 10.000 Schritte.
00:04:08: Aber es kommt darauf an, manchmal ist es ein ruhiger Tag,
00:04:11: an dem man nicht so viel herumlaufen muss.
00:04:13: Aber gibt eben auch Tage, wo es echt gut zur Sache geht
00:04:17: und man viel zu den Tanks und hin und her rennen muss.
00:04:20: Dann hat man sein Workout schon in der Arbeit erledigt
00:04:22: Ja, so ungefähr.
00:04:23: Leonie, wie kamst du denn dazu?
00:04:25: Mein Bruder arbeitet auch in der Firma und die ist nur zehn Minuten von uns daheim entfernt,
00:04:30: was vom Fahrtweg her super ist.
00:04:32: Ich fand es auch immer interessant, wenn ich am Kühlregal stand und mir dachte
00:04:37: „Woher kommen eigentlich all die Sachen?“.
00:04:41: Dann hat mein Bruder auch viel von der Ausbildung erzählt
00:04:44: und war auch immer total begeistert.
00:04:46: Dann habe ich mir gesagt „Komm, ich habe da ein gutes Gefühl, das schaue ich mir jetzt an.“
00:04:50: Dann war ich auch einen Praktikumstag dort und war voll begeistert und fasziniert,
00:04:54: wie das alles funktioniert. Die Anlagen sind ja riesig bei uns.
00:04:59: Das Bewerbungsgespräch lief auch super. Dann hab ich am nächsten Tag angerufen und gesagt
00:05:04: „Ich fange bei euch an und möchte gerne meine Ausbildung machen.“
00:05:07: Und das war die beste Entscheidung, die ich getroffen habe.
00:05:10: Cool. Dann hast du einen Tag mitgemacht und wusstest schon von deinem Bruder ein paar Interna
00:05:14: und wie es dort zugeht.
00:05:16: Ja. Und er war schon immer total begeistert.
00:05:18: Ach, das ist ja toll.
00:05:19: Es gibt ja ganz verschiedene Wege zu dem Beruf, wenn man dann sozusagen fertig ist.
00:05:24: Welchen Weg geht ihr denn? Ihr habt dann die Ausbildung zur Milchtechnologin.
00:05:30: Was gibt es noch in dem Bereich? Könnt ihr da einen Überblick geben?
00:05:33: Als erstes gibt es den Meister, den man machen könnte.
00:05:37: Der wäre ein Jahr lang.
00:05:39: Das ist eine gute Voraussetzung, wenn man Schichtleiter oder Produktionsleiter werden will.
00:05:45: Wenn man ein bisschen höher kommen will, dann gäbe es eben den Meister oder Techniker.
00:05:49: Der dauert zwei Jahre und ist im Prinzip das Gleiche mit mehr Zeit und etwas detaillierter.
00:05:56: Ansonsten kann man in vielen Bereichen der Lebensmittelindustrie arbeiten,
00:06:00: in vielen anderen Betriebe, auch in Brauereien,
00:06:05: weil das ganze Schema relativ gleich ist.
00:06:08: Wenn man in der Molkerei bleiben will, könnte man z. B. auch in die Produktentwicklung gehen.
00:06:12: Es gibt also sehr viele Wege, die man da gehen kann.
00:06:16: Du sagst „Das Schema ist das gleiche.“ Welches Schema ist da gemeint?
00:06:22: Was kann man da übertragen?
00:06:26: Wir haben z. B. mit Kulturen, also Bakterien haben wir auch viel zu tun.
00:06:32: Damit hat man auch in der Brauerei zu tun.
00:06:36: Auch generell ist das Thema Hygiene im Lebensmittelbereich immer gleich,
00:06:41: weil man darauf achten muss, den Verbraucher zu schützen
00:06:45: und dass mit den Produkten chemisch und mikrobiologisch alles in Ordnung ist.
00:06:49: Da gibt es in Lebensmittelbetrieben generell hohe Anforderungen.
00:06:54: Da kennen wir uns mit unserer Ausbildung auch schon gut aus und haben da ein Vorwissen.
00:06:59: Ich habe auch noch gelesen,
00:07:01: dass es den agrartechnischen Assistenten oder die Assistentin für Milchwirtschaft und Lebensmittelanalytik.
00:07:06: Das scheint eine verkürzte Ausbildung zu sein. Habt ihr davon schon gehört?
00:07:10: Ich kenne das so, wenn man z. B. Maschinenfahrer ist, also die Anlagen schon betätigt
00:07:16: und die Ausbildung abgeschlossen hat, dass man das noch zusätzlich machen kann
00:07:20: und den Herstellungsprozess als Milchtechnologe machen kann.
00:07:25: Das dauert, glaube ich, ein Jahr lang.
00:07:27: Dann hat man das, aber nur wenn man vorher schon etwas in der Richtung gemacht hat.
00:07:32: Du hast auch noch den Maschinenfahrer angesprochen. Ist das auch eine Ausbildung?
00:07:36: Genau, das kann man auch als Ausbildung machen.
00:07:39: Die Abfüllanlagen müssen – wie wir sagen – „gefahren“ werden. Das hört sich etwas komisch an.
00:07:45: Also die Maschinenfahrer sind dafür da, dass das Produkt in die Becher kommt,
00:07:52: dass die Becher zu sind,
00:07:55: dass nichts drin ist, was nicht hineinsoll,
00:07:58: dass die Sorten ordentlich getrennt sind, dass Störungen behoben werden.
00:08:05: Das sind die Aufgaben des Maschinenfahrers.
00:08:08: Wie schaut denn so ein typischer Tag von euch aus, Leonie?
00:08:11: Es ist ja nicht jeder Tag gleich. Wir arbeiten im Vierschichtbetrieb,
00:08:15: d. h. man hat auch mal den Vormittag oder den ganzen Tag frei
00:08:19: oder man geht in der Früh in die Arbeit.
00:08:20: Das ist immer unterschiedlich und abwechslungsreich.
00:08:22: In der Frühschicht fange ich um 5:30 Uhr an,
00:08:26: dann machen wir die Schichtübergabe und hören, welche Sorte gerade läuft,
00:08:33: was passiert ist, wie es weitergeht.
00:08:35: Dann besprechen wir, wer welchen Posten übernimmt.
00:08:40: Ich bin in der Käsereiabteilung,
00:08:43: wo wir den Käse von der Milch bis zum fertigen Produkt
00:08:47: mit allen Herstellungsschritten herstellen.
00:08:50: Und am Abend hat man Zeit und es ist sozusagen „Schicht im Schacht“?
00:08:54: Genau, dann kommt die Nachschicht. Dann geben wir denen noch eine Schichtübergabe.
00:08:58: Dann trifft man sich oft anschließend noch mit seiner Schicht,
00:09:01: weil man ja sieben Tage die Woche, acht Stunden am Tag zusammensitzt
00:09:05: und da auch Freundschaften entstehen.
00:09:08: Das ist eine Gemeinschaft und es ist schön, wenn man sich nach Feierabend noch zusammensetzt
00:09:12: und sich unterhält. Das ist schon immer ganz schön.
00:09:16: Du sagst sieben Tage die Woche, aber du wirst ja auch mal frei haben, oder?
00:09:19: Ja, ich arbeite meistens sieben Tage und habe dann zwei Tage frei.
00:09:24: Dann geht es bei uns immer mit der Frühschicht los.
00:09:27: Wir haben einen getakteten Plan. Ich weiß also jetzt schon,
00:09:30: wie ich z. B. nächstes Jahr im August arbeiten müsste.
00:09:33: Man kann z. B. Termine auch mal auf den Vormittag legen,
00:09:36: was bei einer reinen Tagschicht schwierig wäre.
00:09:39: Aber es ist auch schwierig, wenn man am Wochenende arbeitet,
00:09:46: während andere feiern gehen.
00:09:52: Aber man kann sich offensichtlich darauf verlassen.
00:09:54: Auf jeden Fall.
00:09:55: Super. Wie ist es denn bei dir, Sara? Wie ist dein typischer Tag?
00:09:58: Bei mir ist es auch immer unterschiedlich. Klar, man kennt seine Schicht
00:10:03: und hat im Prinzip immer denselben Ablauf auf der entsprechenden Milch-, Quark- oder Joghurtseite.
00:10:11: Da gibt es einen vorgegeben Plan.
00:10:14: Natürlich kommen auch immer mal Änderungen, wenn z. B. ein Tank noch nicht bereit ist.
00:10:18: Da muss man nachdenken, wie man das am besten macht.
00:10:23: Aber es ist immer einigermaßen Dasselbe, auch wenn immer mal etwas Neues dazukommt.
00:10:28: Es gibt neue Produkte, die man ausprobiert, neue Anlagen usw.
00:10:34: Es ist wirklich sehr abwechslungsreich.
00:10:36: Also man kommt rein.
00:10:39: Die Schichtübergabe ist meistens auch ein bisschen witzig,
00:10:43: weil irgendetwas Außerplanmäßiges passiert ist.
00:10:47: Aber das bekommt man immer hin. Das ist eben auch das Gute an der Arbeit im Team.
00:10:54: Wenn dir die Schicht davor perfekt erklärt, was passiert ist und was du wann machen sollst,
00:10:58: dann läuft das wirklich gut.
00:11:01: Wenn man auf das Team achtet, ist es für alle einfacher. Sehr schön.
00:11:06: Ich habe ein kleines Entweder-oder-Spiel vorbereitet für euch.
00:11:10: Ich fange mit dir an, Sara: Später vielleicht Technikerin oder Meisterin?
00:11:15: Hmm, das ist eine ganz schwierige Frage. Kann ich länger darauf antworten?
00:11:22: Ja, aber erst mal entscheiden.
00:11:23: Ich würde sagen Techniker. Beim Meister hast du am Schluss die Meisterarbeit
00:11:30: und es ist alles auf ein Jahr, in einer sehr kurzen Zeit…
00:11:34: Es ist nicht mal ein Jahr, sondern nur neuen Monate, glaube ich.
00:11:37: Ich glaube, es ist sehr anstrengend, sich in den neun Monaten alles „reinzuprügeln“.
00:11:43: Für den Techniker hast du einfach mehr Zeit, dich vorzubereiten, du gehst mehr ins Detail.
00:11:49: Ich glaube, der Techniker ist sogar ein bisschen höher angesehen.
00:11:53: Ich bin mir nicht ganz sicher, aber die meisten wissen,
00:11:57: dass beim Techniker mehr auf alles eingegangen wird und die Leute mehr Zeit haben, das zu lernen.
00:12:01: Deswegen würde ich den Techniker machen.
00:12:02: OK. Gelbe oder weiße Linie?
00:12:06: Da ich in der Käserei bin, auf jeden Fall die gelbe Linie.
00:12:09: Vielleicht kannst du noch kurz erklären, was das ist.
00:12:12: Die gelbe Linie ist der Käse.
00:12:15: Wir haben z. B. auch sensorische Schulungen, da gibt es auch die gelbe und die weiße Linie.
00:12:22: Die weiße Linie sind die Milchprodukte wie Joghurt oder Quark.
00:12:27: Da schließt gleich die nächste Frage an: Laborwerte oder Geschmacksprobe?
00:12:32: Ich würde auf die Laborwerte gehen,
00:12:36: weil wir einfach gewährleisten müssen,
00:12:40: dass das Produkt, den Anforderungen entspricht, die es haben soll.
00:12:43: Und wenn die Laborwerte nicht passen, dann passt meist der Geschmack auch nicht.
00:12:47: Und jeder nimmt Geschmack auch unterschiedlich wahr.
00:12:52: Deswegen würde ich auf jeden Fall die Laborwerte nehmen.
00:12:54: Ich glaube auch, dass wir uns heutzutage auch mehr auf Laborwerte verlassen, weil wir sie haben.
00:12:59: Als man früher nur auf seinen Geschmackssinn angewiesen war,
00:13:02: wurde das sicher auch noch anders geschult als heute.
00:13:07: Ich habe auch in der Alpwirtschaft gearbeitet. Da hat mir ein alter Käser erzählt,
00:13:15: dass früher auch einfach viel danebengegangen ist,
00:13:20: als man die heutigen technischen Möglichkeiten noch nicht hatte.
00:13:22: Nur die „gute alte Zeit“ war es also auch nicht,
00:13:25: aber sicher verkümmern wir auch ein bisschen durch die gute Technik heutzutage.
00:13:28: Das kann auch sein.
00:13:30: Lieber Schule oder lieber Betrieb?
00:13:31: Ich würde sagen Betrieb. Ich mag es einfach, etwas zu machen.
00:13:36: Ich mag es nicht so gerne, dauerhaft rumzusitzen und jemandem zuzuhören.
00:13:40: Das ist natürlich auch interessant, aber im Betrieb lernst und machst du etwas.
00:13:44: Das mag ich sehr gerne. Ich würde also Betrieb sagen, ja.
00:13:46: Ich würde auch auf jeden Fall Betrieb sagen.
00:13:48: Es ist immer wieder schön, nach den fünf Wochen seine Kollegen wiederzusehen.
00:13:52: Wir haben ja Blockunterricht und es ist einfach schön,
00:13:56: wenn man zurückkommt und neue Dinge sieht und Neues lernt,
00:14:00: wie z. B. neue Käsesorten oder neue Versuche, die gemacht wurden.
00:14:05: Das ist immer wieder interessant und spannend.
00:14:08: Und die Menschen machen es eben auch aus, gell?
00:14:10: Egal ob Schule oder Betrieb.
00:14:13: Karriere in einer Molkerei oder außerhalb einer Molkerei?
00:14:16: Bei uns kann man auch innerhalb der Molkerei super Karriere machen,
00:14:20: als Gruppenleiter oder Schichtleiter. Da gibt es echt Möglichkeiten.
00:14:25: Ich glaube, wenn man sich schon in der Ausbildung super engagiert,
00:14:28: Interesse zeigt und auch für den Beruf lebt, dann wird das auch berücksichtigt
00:14:34: und die Chefs sehen das auch
00:14:37: und man hat gute Chancen weiterzumachen und aufzusteigen.
00:14:45: Das ist also möglich und hört sich für dich sehr klar an.
00:14:49: So, jetzt noch die Frage: Butter - Süßrahm, Sauerrahm oder mildgesäuert?
00:14:54: - Mildgesäuert. - Mildgesäuert finde ich auch besser.
00:14:57: Ich bin auch „Team Mildgesäuert“.
00:14:59: Könnt ihr kurz erklären, was der Unterschied ist?
00:15:02: Im Prinzip ist es die ganz normale Süßrahmbutter.
00:15:08: Während dem Butterprozess wird vorne im sogenannten Kneter eine Kultur für den milden Geschmack zugegeben.
00:15:20: Und bei der Sauerrahmbutter gibt man die Kultur schon am Anfang zum Rahm hinzu,
00:15:26: damit sein ph-Wert sinkt und auch den säuerlichen Geschmack bekommt.
00:15:31: Also wenn der Süßrahm bzw. die Sahne gebuttert wird, haben wir Süßrahmbutter.
00:15:37: Wenn man nach dem Buttern noch die Kultur zugibt, ist es mildgesäuert.
00:15:41: Und wenn man die Kultur schon vorher beigibt, dann ist es Sauerrahmbutter.
00:15:45: Das fand ich nämlich total faszinierend, das zu lernen.
00:15:49: Esst ihr eigentlich in eurer Freizeit auch gerne Joghurt usw.
00:15:52: oder sagt ihr eher „Nein, jetzt reicht’s erst mal wieder mit Käse, Joghurt und Co.?“
00:15:55: Ich habe davor gar nicht so viel Joghurt gegessen,
00:15:58: nur vielleicht manchmal im Müsli.
00:16:03: Und seitdem ich jetzt dort arbeite, mag ich es umso mehr.
00:16:09: Ich achte auch im Supermarkt darauf.
00:16:11: Das sind meine Produkte, die habe ich gemacht oder meine Kollegen.
00:16:15: Das finde ich total toll, die Produkte zu kaufen und die Molkerei damit auch zu unterstützen
00:16:20: und es schmeckt ja super.
00:16:22: Mittlerweile mag ich Joghurt sehr gerne, es ist eines meiner Lieblingsprodukte.
00:16:28: Bei dir auch? Bist du auch in der Freizeit voll der Milchjunkie?
00:16:31: Auf jeden Fall. Ich höre aber auch von vielen Kollegen,
00:16:34: dass sie nach so vielen Jahren in der Abteilung das Produkt dann nicht mehr sehen können.
00:16:37: Das verstehe ich auch.
00:16:39: Aber wir machen wirklich gute Sachen
00:16:42: und ich stelle das Produkt her und esse es deswegen auch gerne.
00:16:44: Wir werden jetzt auch immer an dich denken, wenn wir einen Käse essen. Finde ich super.
00:16:49: Ich habe gelesen, dass es in Bayern jährlich etwa hundert Absolventen gibt,
00:16:54: was ja gar nicht so viel ist.
00:16:56: Das heißt für mich, dass ihr eigentlich super Chancen und einen super sicheren Arbeitsplatz habt, oder?
00:17:00: An sich ist es für uns gut, andererseits ist es natürlich auch schade,
00:17:05: dass nur so wenige Leute diesen Beruf machen.
00:17:08: Es ist ja wirklich ein toller Beruf, aber viele wissen vielleicht nicht, was das ist.
00:17:12: Bei mir war es ja so, dass ich gar nicht darüber nachgedacht hatte, dass es den überhaupt gibt.
00:17:16: Deswegen machen wir hier jetzt auch mit, weil ich denke, dass es wichtig ist, jüngeren Leuten den Beruf näherzubringen.
00:17:25: Viele möchten einen Beruf, der sie mit Sinn erfüllt
00:17:31: und auch einen Mehrwert für die Gesellschaft bietet. Was würdet ihr für euren Beruf sagen?
00:17:35: Ich sehe da einen großen Mehrwert.
00:17:39: Wenn ich z. B. einen Joghurt mache, der vielleicht der Lieblingsjoghurt für ein Kind ist
00:17:44: und es sich jeden Tag freut, diesen zu essen,
00:17:47: dann erfüllt mich das auch, dass ich dem Kind diese Freude jeden Tag geben kann.
00:17:51: Oder wie Sara schon sagte, wenn man im Supermarkt die Produkte sieht,
00:17:56: die man selbst oder seine Kollegen hergestellt haben, ist das ein schönes Gefühl und es macht einen auch stolz.
00:18:01: Gibt es denn auch Sachen, die euch an eurem Beruf stören?
00:18:05: Also die Schichtarbeit ist ein Für und ein Wider.
00:18:08: Am Anfang ist es schon hart, aber für mich ist es trotzdem positiv,
00:18:14: weil man einen unterschiedlichen Alltag hat.
00:18:18: Man geht einmal in der Früh und einmal am Nachmittag in die Arbeit.
00:18:21: Deswegen würde ich die Schichtarbeit so als Mittelding nehmen.
00:18:26: Als Plus und Minus eben.
00:18:28: Es gibt sicher viele Leute, die das vielleicht nicht können.
00:18:32: Ich denke, das muss man ausprobieren, um zu wissen, wie es sich anfühlt, auf Schicht zu gehen.
00:18:37: Für mich ist ein absolut positiver Grund.
00:18:40: Ich würde auch genau deswegen weitermachen.
00:18:43: Ich liebe Schichtarbeit. Ich finde diese Abwechslung total toll.
00:18:47: Ich habe aber oft gehört, dass es älteren Menschen schwerfällt,
00:18:50: den Schlaf immer wieder umzustellen.
00:18:55: Ich glaube, es ist für manche schon ein negativer Punkt,
00:18:59: aber wenn man das gut kann und mag, ist es auf jeden Fall ein positiver Punkt.
00:19:02: Es kann also beides sein.
00:19:03: Ihr beide habt ja gesagt, dass ihr das auch nicht von vornherein schon immer machen wolltet,
00:19:08: aber es einfach auszuprobieren, finde ich einen guten Punkt.
00:19:12: Man kann ja heutzutage eine Schnupperlehre machen oder einen Tag sich das anzuschauen
00:19:18: oder man kennt jemanden.
00:19:19: Auch auf Social Media kann man sich informieren, wie sich der Betrieb darstellt und dort die Atmosphäre ist.
00:19:26: Da kann man zumindest einen ersten Eindruck bekommen.
00:19:29: Ich rate wirklich jedem, einen Praktikumstag zu machen.
00:19:33: Du kriegst einfach einen Einblick.
00:19:36: Ich erinnere mich noch, als ich am Anfang gesagt habe, dass ich in einer Molkerei anfangen möchte,
00:19:42: haben alle gesagt „Da riecht’s komisch und es ist so laut.“
00:19:46: Dann hatte ich auch ein bisschen Schiss, aber ehrlich gesagt, liebe ich die Gerüche.
00:19:50: Ich mag einfach den Joghurtgeruch. Selbst bei Butter gewöhnst du dich daran.
00:19:56: Die Lautstärke würde ich vielleicht noch ein bisschen als Nachteil sehen, aber auch daran gewöhnst du dich.
00:20:01: Und es gibt Ohrstöpsel, glaube ich.
00:20:03: Ja, man kann sich auch welche anpassen lassen. Also es ist wirklich OK.
00:20:07: Und wir arbeiten hauptsächlich im Maschinenraum. Da ist es auch sehr leise.
00:20:13: Ich habe noch ein Sätze-vervollständigen-Spiel.
00:20:16: Ich fange mal mit dir an: Mein lustigstes Erlebnis in der Ausbildung war…
00:20:20: Mir ist letztens tatsächlich etwas Lustiges passiert. Das war mir auch ein bisschen peinlich.
00:20:26: Ein Kollege ist in die Pause gegangen
00:20:29: und ich sollte für ihn eine ph-Probe der Labmilch für unseren Quark nehmen.
00:20:34: Das habe ich schon tausendmal gemacht.
00:20:37: Ich weiß ganz genau, wo der Tank ist. Ich weiß, wie man eine Probe nimmt.
00:20:39: Ich weiß, wie man den ph-Wert misst.
00:20:41: Ich bin in den Keller gegangen und wollte die Probe nehmen
00:20:43: und dann kam nur Wasser mit einer leichten Färbung heraus.
00:20:47: Und ich habe mich gewundert, warum da keine Labmilch herauskommt.
00:20:50: Ich stand da bestimmt für 15 Minuten und habe dann einen anderen Kollegen gefragt
00:20:54: „Entschuldige, ich habe eine ganz dumme Frage: Warum ist das nur farbiges Wasser?“
00:20:59: Er schaut mich an und sagt „Sara, du bist im dritten Lehrjahr!
00:21:03: Denk doch mal logisch. Was ist denn in dem Tank?“
00:21:06: Ich sagte „Ja, Labmilch.“ Ich habe es gar nicht überrissen.
00:21:09: Dann nahm er das Beispiel aus der Schule - er kennt natürlich auch den Lehrer:
00:21:13: „Was machst du denn beim Herrn Schmied in der Schule?“ - „Ja, Käse!“
00:21:17: - „Was tust du denn in die Milch?“ - „Lab“
00:21:20: - „Was passiert dann?“ - „Dann kommt die Molke raus…“
00:21:22: Dann fiel es mir plötzlich wieder ein.
00:21:24: Die Molke hat sich abgesetzt und kam eben beim Probehahn heraus.
00:21:30: Aber ich stand da so lange und habe es einfach nicht gecheckt.
00:21:32: Das war mir wirklich peinlich.
00:21:33: Aber ich finde auch cool, dass er dich selbst draufkommen ließ.
00:21:37: Das stimmt.
00:21:38: Dann brauche ich ja gar nicht mehr nach dem peinlichsten Erlebnis zu fragen, oder?
00:21:41: Das in der Schule vielleicht?
00:21:45: Ja, es war die letzte Stunde und ich war schon komplett fertig.
00:21:54: An dem Tag war mein Hirn völlig durch.
00:21:57: Wir haben berechnet, wie viel Energie man braucht, damit Eis zu Wasser wird.
00:22:05: Ich saß da und habe irgendwas gerechnet.
00:22:08: Dann sagte unser Lehrer am Ende „So, jetzt wird aus dem Eis Wasser.“
00:22:14: Dann kamen bei mir die Fragezeichen und ich dachte mir „Hä, das geht ja gar nicht.
00:22:18: Wie soll denn aus Eis Wasser werden?“
00:22:20: Dann habe ich ihn gefragt „Wie soll denn aus Schokoeis Wasser werden?“
00:22:27: Ich hatte die ganze Zeit im Kopf, dass er von Eiscreme redet.
00:22:30: Dann schauen mich alle entgeistert an und ich habe es in dem Moment auch nicht gecheckt.
00:22:37: Das war im ersten Lehrjahr und das darf ich mir bis heute anhören.
00:22:43: Ist doch gut, was in deinem Kopf so herumspukt. Ich finde, da gibt’s Schlimmeres als Schokoeis.
00:22:47: Ja, eigentlich schon.
00:22:49: Ist doch noch ganz gut gelaufen.
00:22:51: Milchtechnologie ist für Quereinsteiger…
00:22:54: Faszinierend vielleicht.
00:22:58: Man muss sich vorstellen, aus Milch wird einfach Käse.
00:23:02: Ich finde die Prozesse, wie das funktioniert…
00:23:05: Bei uns kommt dann Kultur, Lab mit dazu.
00:23:09: Ich finde es voll interessant, dass durch diese Zugabe
00:23:12: aus einem flüssigen Produkt eine Konsistenz wie Wackelpudding entsteht,
00:23:16: der dann geschnitten wird.
00:23:18: Und durch Pressen und Wasserentzug entsteht dann einfach Käse, der dann noch reift und haltbar wird.
00:23:26: Man kann durch kleine Veränderungen den Geschmack und die Härte verändern.
00:23:32: Und was man auch alles aus der Milch herausholen kann,
00:23:37: z. B. durch Filtrationen, dass man am Ende sogar wieder Wasser herausbekommt.
00:23:45: Man kann so viele Stoffe aus der Milch gewinnen und weiterverarbeiten.
00:23:49: Wir haben auch fast gar keine Abfallprodukte, weil wir fast alles, was nebenbei anfällt, weiterverarbeiten.
00:23:56: Das finde ich super.
00:23:59: Da haben wir auch wieder den Sinn, den wir vorhin angesprochen haben,
00:24:01: mit der Nachhaltigkeit eines Produktes, das komplett verwertet wird.
00:24:05: In den letzten Jahren hat z. B. auch Molkepulver an Bedeutung gewonnen durch Nahrungsergänzungsmittel usw.
00:24:13: Das ist ja auch ein „Abfallprodukt“, aber da sind ja noch viele gute Sachen drin.
00:24:19: Ich finde auch immer wahnsinnig faszinierend, was man alles aus Milch machen kann.
00:24:21: Mein Kollege hat gesagt, dass wir Milchveredler sind.
00:24:28: Das finde ich einfach passend, da hat er recht.
00:24:30: Das finde ich auch spannend, dass es ja letztendlich eine Haltbarmachung von Milch ist,
00:24:35: z. B. in fester Form als Käse.
00:24:38: Wenn man sich überlegt, wie man in Bayern auf der Alm gekäst hat.
00:24:43: Wie hättest du jetzt die Milch von da oben herunterbringen können?
00:24:46: Das wäre viel unkommoder gewesen, als einen Laib Käse zu transportieren.
00:24:50: Oder man sagt, dass man die Sommermilch konserviert, damit man sie im Winter essen kann.
00:24:56: Genauso durch Säuerungsprozesse – eine Frischmilch würde schnell schlecht werden.
00:25:01: Dann kann man sie erhitzen oder säuern, damit sie uns erhalten bleibt.
00:25:07: Wir haben uns auch schon überlegt, ob wir nach der Ausbildung auf die Alm gehen.
00:25:13: Kann ich sehr empfehlen. Da können wir nachher noch reden.
00:25:16: Oh ja.
00:25:17: Das haben wir uns wirklich überlegt.
00:25:19: Ich glaube, es ist sehr interessant zu sehen, wie die das früher gemacht haben,
00:25:23: also nicht nur den industriellen Prozess, sondern wie man das zu zweit auf der Alm macht.
00:25:31: Das ist vielleicht unser Plan.
00:25:34: Wir gehen danach sicher wieder in Molkerei zurück, aber das Frühjahr auf der Alm zu verbringen
00:25:40: und das alles händisch zu machen, finde ich sehr interessant.
00:25:45: Das würde ich gerne machen.
00:25:46: Ich kann euch sagen, dass ihr da mit Kusshand genommen werden würdet,
00:25:49: weil ihr eben vom Fach seid.
00:25:50: Und gerade, wenn auf den Almen ein guter Käse herauskommen soll,
00:25:53: sind sie dankbar für Leute, die wissen, was dahintersteckt.
00:25:56: Ich habe auch noch auf Alpen gearbeitet mit offenem Feuer.
00:25:59: Das ist dann wirklich krass und nochmal eine ganz andere Nummer.
00:26:02: Man darf das nicht unterschätzen. Das ist sicher eine sehr anstrengende Arbeit.
00:26:06: Ich glaube, wenn man Respekt davor und Lust darauf hat, ist das das Beste, was man machen kann.
00:26:12: Toll, wir machen noch weiter mit unserem Sätze-vervollständigen-Spiel:
00:26:16: Milchtechnologie eignet sich für alle, die…
00:26:18: Ich würde sagen, für alle, die handwerklich begabt oder engagiert sind.
00:26:27: Man braucht auch technisches Verständnis.
00:26:30: Ohne Computeranlagen funktioniert bei uns nichts mehr.
00:26:34: Wir haben noch Kleinigkeiten, die wir noch selbst per Hand machen.
00:26:37: Das finde ich schön, dass die noch erhalten sind.
00:26:39: Es braucht auch Verantwortungsbewusstsein. Man muss unbedingt wissen, was man macht.
00:26:44: Es kann sehr viel passieren.
00:26:47: Du kannst mit nur einem Mausklick einen ganzen Tank kaputtmachen, z. B. wenn du ihn zu früh rührst.
00:26:55: Das kann wirklich auch für die Molkerei teuer sein, wenn du nicht sicher bist, in dem was du machst.
00:27:02: Da kann viel passieren.
00:27:03: Es ist ja andererseits auch schön, dass es wichtig und nicht egal ist, was man macht.
00:27:08: Das ist ja auch ein gutes Gefühl.
00:27:11: Was würdet ihr sagen: Der Grund für eine Ausbildung in der Milchtechnologie ist…?
00:27:16: Ein Grund dafür ist, dass der Beruf sehr abwechslungsreich ist.
00:27:20: Es gibt so viele unterschiedliche Produkte, wie Joghurt, Käse, Pulver usw.
00:27:24: und es gibt auch so viele unterschiedliche Molkereien auch in unterschiedlichen Gegenden,
00:27:31: wo man sich auch weiterbilden kann.
00:27:34: Ein Kollege von mir war auch im Ausland.
00:27:37: Auch da kann man bei Molkereien schauen, wie es bei denen läuft,
00:27:41: die vielleicht technisch noch nicht so weit sind wie wir, aber trotzdem ihre Methoden haben, die auch funktionieren.
00:27:46: Super.
00:27:48: Am Ende will ich noch den Zuschauerinnen und Zuschauern
00:27:52: oder den Zuhörerinnen und Zuhörern mitgeben, wo man sich informieren kann.
00:27:56: Wir haben gehört, dass ihr einen Praktikumstag gemacht habt.
00:27:59: Es kam jemand zu euch in die Schule und hat darüber berichtet.
00:28:02: Wo kann man sich denn informieren?
00:28:03: Wir haben auch eine Instagram-Seite mit Informationen.
00:28:10: Wir sind oft auf Messen unterwegs für Schulen oder auf Berufsbildungsmessen,
00:28:16: wo wir unseren Stand haben und wir Azubis mit dabei sind.
00:28:20: Ich glaube, es ist immer einfacher, Gleichaltrigen von seinen Erfahrungen zu erzählen,
00:28:29: als wenn das ein Erwachsener macht.
00:28:34: Wir gehen auch in Schulen und halten dort Vorträge.
00:28:38: Da wird bei uns auch immer darauf geachtet,
00:28:40: dass auch Azubis im ersten Lehrjahr mit noch nicht so viel Erfahrung dabei sind und nach außen tragen können,
00:28:49: wie schön der Beruf eigentlich ist und dass es wert ist, offen zu sein
00:28:57: und sich das einmal anzuschauen, statt von der Industrie voreingenommen zu sein.
00:29:03: Und jede Molkerei hat eine Homepage, auf der man sich über freie Stellen informieren kann.
00:29:09: Oder man schaut nach, welche Molkereien es in seiner Umgebung gibt,
00:29:14: außer man möchte vielleicht umziehen, da kann man sich sicher sehr gut informieren.
00:29:17: Eine weitere gute Methode ist eventuell auch,
00:29:20: einfach im Supermarkt auf der Rückseite seines Lieblingsproduktes zu schauen,
00:29:25: wer das produziert und dahintersteckt und man sich das dann mal anschaut.
00:29:31: Also den Beruf nach dem eigenen Geschmack dann.
00:29:34: Wir werden euch auch noch die Links in die Shownotes schreiben, da findet ihr das auch noch.
00:29:41: Auch auf der Ministeriumsseite gibt es noch Informationen.
00:29:43: Ich würde ganz sicher nicht gerne ohne Joghurt, Milch, Käse, Butter oder Kefir leben.
00:29:49: Auch wenn ihr da draußen vielleicht denkt „Ohne diese guten Milchprodukte mag ich nicht leben
00:29:52: und ich möchte was Cooles machen.“, dann schaut doch mal rein.
00:29:56: Wir haben ja auch noch andere Berufe hier in der Reihe.
00:29:58: Da kann man vielleicht auch mal reinschauen.
00:30:01: Dann bleibt mir nur, euch zu danken. Ich fand es ein super spannendes Gespräch.
00:30:06: Vielen Dank für eure Einblicke, dass ihr uns auch in die peinlichen Ecken mitgenommen habt
00:30:11: und uns gezeigt habt, wie es in der Berufsschule und im Betrieb läuft.
00:30:15: Vielen Dank dafür.
00:30:17: Und wir, liebe Zuschauer, sehen uns wieder beim nächsten Podcast,
00:30:21: wo es auch wieder um einen Grünen Beruf gehen wird.
00:30:23: Welcher das sein wird, verraten wir natürlich noch nicht. Uns so sagen wir:
00:30:26: Einen schönen Tag euch noch aus dem Landwirtschaftsministerium in München.
00:30:32: Land.Schafft.Bayern – Der Podcast.
00:30:36: Eine Produktion des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.
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